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Mehr Sicherheit für Radfahrer und Fußgänger: Neue Solarbeleuchtung am Kanaldamm in Niederbühl im Praxistest

Die Stadt erprobt gemeinsam mit den Hochschulen Karlsruhe und Offenburg ab Montag, 23. Februar, am Kanaldamm in Niederbühl eine neue Form der nachhaltigen Beleuchtung. Entlang des Streckenverlaufs der „Tour de Murg“ in Richtung Kuppenheim werden ab der Niederbühler Feuerwehr fünf autarke Solarleuchten auf einer Länge von 250 Metern in Betrieb genommen.

Der Test ist zunächst auf rund zwei Monate angelegt und ist Teil der Umsetzung des städtischen Mobilitätskonzepts. „Mit der Solarbeleuchtung am Kanaldamm testen wir eine nachhaltige Lösung, um die Sicherheit für Radfahrende gezielt zu verbessern – gerade dort, wo eine klassische Straßenbeleuchtung nur mit hohem Aufwand möglich wäre“, erklärt Bürgermeister Raphael Knoth.

Durchgeführt wird das Vorhaben im Rahmen von move.mORe, einem Verbundprojekt der Hochschulen Karlsruhe und Offenburg zum Thema nachhaltige Mobilität. „Verschiedene Umfragen zeigen: Viele Radfahrende fühlen sich auf ihren Wegen aufgrund mangelnder Beleuchtung unsicher“, erläutert Felix Taubitz, akademischer Mitarbeiter im move.mORe-Teilprojekt „Radverkehrsnetze“. „Mit der neuen Beleuchtung wollen wir nicht nur die Sicherheit erhöhen und damit Anreize schaffen, das Fahrrad häufiger zu nutzen, sondern auch eine umweltfreundliche Alternative zur herkömmlichen Straßenbeleuchtung testen.“

Die innovative Beleuchtung benötigt keine klassische Stromversorgung über im Boden verlegte Kabel, da ihre Module den Strom autark über Solarenergie erzeugen. Dies ist vor allem außerorts relevant, wenn Bäume oder Wurzeln die Kabellegung erschweren.

Um den Stromverbrauch möglichst gering zu halten und die Beleuchtung auch im Winter bei reduzierter Sonneneinstrahlung zu gewährleisten, leuchten die Lampen nur bei Dunkelheit und Bewegung. Hierdurch werden auch mögliche Beeinträchtigungen der Fauna auf ein Minimum reduziert. Auch der Niederbühler Ortsvorsteher freut sich, dass die Teststrecke in seinem Ort erprobt wird. „Ich begrüße die neue Solarbeleuchtung am Kanaldamm ausdrücklich“, so Thomas Hrynkowski. „Sie stellt einen wichtigen Beitrag zu mehr Sicherheit und Nachhaltigkeit dar.“

Das Projekt untersucht, wie sich die neue Technik auf die Anzahl der Radfahrenden sowie auf die Umgebung auswirkt. Ziele sind weiterhin, die Praxistauglichkeit und Umweltverträglichkeit nachhaltiger Beleuchtungslösungen unter realen Bedingungen zu ermitteln.

Mehr Informationen zum Verbundprojekt move.mORe der Hochschulen Karlsruhe und Offenburg unter www.move-more.net.

Neue Solarbeleuchtung am Kanalldamm
(Erstellt am 24. Februar 2026)

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