Stützmauer an der Hindenburgbrücke wird saniert
Am Montag, 2. März, fällt der Startschuss für die Sanierung der rund 150 Meter langen Stützmauer an der Hindenburgbrücke (Seite Friedrichring). Notwendig wurde sie, weil die letzte Bauwerkshauptprüfung derart gravierende Mängel ergeben hatte, dass eine umgehende Instandsetzung zum Erhalt der Festungsmauer geboten ist. Bei der ehemaligen Festungsmauer sind Standsicherheit und Verkehrssicherheit eingeschränkt. Für die Sanierungsmaßnahme wurden Kosten in Höhe von 860.000 Euro einkalkuliert.
Den nun beginnenden Sanierungsmaßnahmen war ein einstimmiger Beschluss des Planungs- und Bauausschuss vom 18. September 2025 vorausgegangen. Die erforderlichen Arbeiten wurden 2025 ausgeschrieben und werden in zwei Bauabschnitten ausgeführt. Der erste Abschnitt wird voraussichtlich Mitte Mai beendet sein, die Arbeiten im zweiten Bauabschnitt erfolgen voraussichtlich von August bis Mitte Oktober.
Der Aufgabenkatalog ist umfangreich: Auf dem Plan stehen Baustelleneinrichtung und Verkehrssicherung. Stellen der Arbeits- und Schutzgerüste, Reinigung der Natursteinoberfläche, Entfernung von Fremdkörpern, Verfüllung von Hohlräumen, Fugenrestaurierung, Ergänzung von Fehlstellen, partieller Rückbau und Rekonstruktion des Sandsteinmauerwerks, Sanierung der Abdeckplatten, dauerhafter Schutz des Mauerwerks vor Wurzeln durch eine Wurzelsperre, Artenschutzvorkehrungen, Rückbau der Gerüste.
Wie sich bei Voruntersuchungen ergeben hatte, ist auch dieses Bauwerk – ähnlich wie andere entlang der Murg – von Mauereidechsen besiedelt, die für die Dauer der Arbeiten vergrämt werden. Für sie sind nach Wiederherstellung neue Habitat-Angebote in der Mauer eingeplant. Aufgrund dessen und der Tatsache, dass es sich um ein historisches Bauwerk handelt, wurde die Sanierungsmaßnahme im Vorfeld umfangreich mit den entsprechenden Behörden abgestimmt und das Vorgehen gutachterlich abgeklärt. Beteiligt wurden u.a. das Regierungspräsidium Karlsruhe (Höhere Denkmalschutzbehörde, Landesbetrieb Gewässer, Hochwasserschutz und Gewässerökologie) sowie der Landkreis Rastatt (Untere Naturschutzbehörde, Umweltamt für wasserrechtliche Belange). Die laufenden Arbeiten werden ökologisch und artenschutztechnisch von einem Fachbüro für Landschaftsökologie betreut.